Unterhaltung 2

Unterhaltung1_1

Wenn einer etwas hat vollbracht,
was außer ihm fast keiner macht,
gewinnt er mehr als einen Fan
und wird somit zum Tschämpien!

Zum Beispiel will beim Autorennen
der Schumacher nur Siege kennen.
Der Schwarzenegger hat´s geschafft
zum Gouverneur mit Muskelkraft.

Beim Fußball und bei andrem Sport
setzt sich die Tschämpienreihe fort.
Egal, was einer eingeübt -
macht er´s bekannt, wird er geliebt!

So viel ist klar: Im Menschenreich
zählt der persönliche Vergleich
zur Konkurrenz (zwar unbequem!)
als Maßstab für den Tschämpien.

Der Mensch wäre nicht, was er ist,
ersänne er nicht voller List
Statuten für den besten Freund,
wenn er vom Tschämpiendasein träumt…

Den besten Freund, so er ein Hund,
träumt er sich erstens mal gesund.
Jedoch in dieser Disziplin
gelangt man nicht zum Tschämpien hin!

Drum zweitens achtet auf die Form
der Mensch bei Hunden ganz enorm.
Er legt in Zuchtvorschriften fest
was ihm so vorschwebt als "the best".

Das Haarkleid, drittens, wird genormt,
weil es den Hund zusätzlich formt.
Vortrefflich lässt sich auch kaschieren
damit die Form bei manchen Tieren…!

Wer glaubt, damit wäre erbracht,
was einen Tschämpien ausmacht,
der irrt, sofern er für die Jagd
die Auszeichnung im Auge hat!

Denn, viertens, wird hier auch geprüft,
wie Dackel in den Fuchsbau schlieft.
Ob er dem Fuchs folgt auf der Spur
nennt man als Prüfung "Fuchs Natur".

Mitunter allerdings bewohnt
ein Dachs den Bau, was sich auch lohnt.
Wird furchtlos er heraus getrieben,
bekommt man Punkte gut geschrieben!

Das war Punkt fünf. Punkt sechs zeigt an,
wie viel der Hund im Wasser kann.
Die Ente, die mit Schrot geschossen,
zerrt er ans Ufer unverdrossen.

Zurück zum Wald - über der Erde
legt man dem Dackel eine Fährte.
Die kann, ist man zu ihm gemein,
auch über vierzig Stunden sein!

Dazu noch viele Kilometer…
Das war die Sieben. Acht kommt später.
(Inzwischen ist wohl jedem klar,
dass "Hund" immer ein Dackel war?)

Nun - achtens treibt da bei der Hatz
der Dackel Sauen hoch vom Platz
und scheucht sie furchtlos vor sich her
dem Jäger bis vor das Gewehr!
 

Dabei darf er, als Nummer neun,
sich absolut vor gar nichts scheu´n
und bellt dazu aus voller Kehle
"spurlaut" sich aus die Dackelseele.

Das Gleiche macht am grünen Rasen
oder im Feld er auch bei Hasen…
Fällt laut und krachend dann ein Schuss,
er, zehntens, dies ertragen muss!

Am besten, elftens(!), ruhig liegend,
den Flucht - und Jagdtrieb selbst besiegend,
natürlich ohne seinen Herrn!
Nur so sieht man den Tschämpien gern….

Doch ist man damit nicht am Ende -
"Vielseitigkeit" - spricht das nicht Bände?
Was hier von Nummer vier bis elf
beschrieben, eint sich in der Zwölf!

Quasi auf einmal in zwei Tagen
muss man sich hier mit allem plagen.
Will man als Tschämpien bestehen,
muss man also auf´s Ganze gehen!

So trennt die Spreu sich von dem Weizen…
Hier kann mit Leistung man nicht geizen!
Die Anlage, sie wird geprüft,
und harte Arbeit sie vertieft.

Wer also dieses Ziel erreicht,
der machte es sich gar nicht leicht.
Wer zeigt sich nun als Tschämpien her?
Der viel geliebte Grizzly - Bär!!

Der Tannenwichtl - Tschämpien,
den ich als Schmusebären kenn´…

Unterhaltung1_2

Da steht er nun - Stolz schwellt die Brust,
die Rute hebt sich voller Lust,
das Auge blickt leicht irritiert
(man hat mit Blitz fotografiert…)

Die lange Liste der Erfolge
umgibt ihn fast wie eine Wolke!
Doch bodenständig, wie er ist,
er weiterhin am liebsten küsst…

Das hat sein Frauchen auch verdient!
Bis aus dem kleinen Dackelkind
ein Tschämpien geworden ist
war nämlich eine lange Frist.

Der Lorbeerkranz gilt darum beiden!
Dem Grizzly und seiner gescheiten
Führerin, die´s dahin brachte,
dass sie zum Tschämpien ihn machte!!

Barbara Hennermann 10. Oktober 2003
(ich weiß schon, dass es Champion heißt…)

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